Renauer Motorsport






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Renauer Motorsport - Das Team


Sepp Renauer, Teamchef von Renauer Motorsport, war 12 Jahre aktiver Motorsportler in der Formel 3- und in der Sportscar-Serie. 1997 wurde die Firma Renauer Motorsport gegründet.

Zu den Hauptaufgaben von Renauer Motorsport zählen die Vorbereitung und Wartung von Rennfahrzeugen, die organisatorische Abwicklung von Renneinsätzen sowie die professionelle Betreuung der Wettbewerbsfahrzeuge bei nationalen und internationalen Automobilrennen.

Die erforderliche Erfahrung für diese hochkarätigen Aufgaben sammelte Renauer Motorsport in verschiedenen Bereichen des Motorsports. In der Formel Renault und Formel 3 ebenso wie in der Sportcar Challenge, der FIA Sportscar Championship und in FIA GT Langstrecken- und Sprint-Rennen. Das erworbene Know-how fließt in das Team ein und macht es für österreichische Verhältnisse einzigartig.

Hier finden Sie alle Informationen zu den vergangenen Saisonen: Race archive

 


Renauer Motorsport History

Teil 1: 1986 - 1996 Basis

Der heutige Teamchef von Renauer Motorsport, Sepp Renauer, war in seiner Jugend glühender Verehrer des österr. F1-Fahrers Jochen Rindt sowie der Formel 1 in den 70er und 80er Jahren! Die großartigen Erfolge von Rindt sowie das Drama um seinen tragischen Tod in Monza sowie sein Weltmeistertitel posthum, haben Sepp vollkommen und nachhaltig mit dem Motorsportvirus infiziert. Aus finanziellen Gründen wartete Sepp bis zum Frühjahr 1986 und drehte dann erst mit einem geliehenen Formel Ford seine ersten Runden am berühmten Österreichring! „Dies war für mich ein unglaublich schönes, emotionales Erlebnis, das ich nie vergessen werde und hatte zur Folge, dass ich kurze Zeit später einen gebrauchten Formel Ford 1600 kaufte!“ Damit war das Tor zur Motorsportwelt endgültig geöffnet, es folgten 3 Jahre Formel Ford Cup Austria und Mitropacup. Die Formel Ford Serien waren damals ein MUSS für jeden angehenden Formelrennfahrer, hatten volle Starterfelder und waren eine kostengünstige „Motorsportlehre“. „Es gab erste Erfolge und auch Rückschläge und besonders viele neue Erfahrungen, aus denen gelernt wurde“

Von 1992 bis 1996 fuhr Sepp erfolgreich im Formel 3 Cup. „DieseFormel 3 Boliden sind sehr anspruchsvolle Rennwagen, bei denen exakte Fahrwerks- und Aerodynamik Abstimmung extrem wichtig sind. „Mein Engagement für den Motorsport wurde während dieser Formel 3 Jahre immer intensiver!“ Auch in der Formel 3 Klasse fuhr Sepp rasch auf Erfolgskurs, wurde 1995 Vizemeister und beendete die Formelkarriere 1996 mit einem Sieg zur Formel 3 Trophy am neueröffneten A1-Ring!

Sepp: „während der Formel 3 Zeit wurde mein Zugang zum Motorsport immer professioneller, die Rennwagen Vorbereitung immer umfangreicher, die Rennanalysen immer exakter. Bald wollten junge Fahrer einen technischen Support von uns, wodurch ich gemeinsam mit Gattin Monika über die Gründung einer Motorsportfirma nachdachte. Insgesamt blicke ich auf eine wunderschöne, aktive Motorsportzeit zurück, mit vielen Höhen, einigen Tiefen und jede Menge an Erfahrungen, welche später unseren Teamfahrern Vorteile bringen werden!“

 

Teil 2: 1997 - 2000
Fa. Renauer im nationalen, österreischen Motorsport

Nach erfolgreich abgelegter Unternehmerprüfung gründete Monika Renauer im April 1997 die Fa. Renauer Motorsport. Gatte Sepp wechselt vom Rennfahrer zum Renninstruktor und Teamberater. Sohn Florian war damals noch mit dem „umweltfreundlichen“ Ferrari unterwegs.

Die Fa. Renauer Motorsport bemüht sich seit der Gründung um professionelles Fahrercoaching und bietet umfassenden Support an den Rennstrecken, Aufbau und Wartung von Rennfahrzeugen sowie die Vermietung und Verkauf von Rennautos an.

Das motorsportliche Betätigungsfeld der ersten Firmenjahre waren der „Austria Formel 3 Cup“ sowie die „Sportscarchallenge“. Als Einsatzfahrzeuge dienten ein Eufra Mugen Formel 3 sowie mehrere CN-Prototypen mit Alfa Romeo, Ford und Opel-Power. Zu den erfolgreichsten Fahrern dieser Zeit zählten der Waldviertler Gottfried Cepin im Formel 3, der Preiner Wolfgang Leistentritt mit dem Formel 3 und Prototyp, Heinrich Langfermann im PRC-Alfa Romeo sowie Victoria Schneider (nicht nur Mädel, sondern zur Freude des Teamchefs richtig schnell im Prototyp!) und Hannes Gsell im PRC-Opel. Gsell wurde 2000 nach mehreren Siegen sogar Vizemeister der Sportscarchallenge Div.2, punktegleich mit dem Gesamtsieger!
Sepp Renauer: „ Nach diesen Erfolgen waren wir alle hochmotiviert und dachten immer öfter über den ehrgeizigen und gewagten Sprung zum internationalen Motorsport nach!“

 

Teil 3: 2001 – 2004
Renauer Motorsport im FIA Sportwagen Weltcup Tampolli Alfa Romeo SR2 – Highlights und Dramen!

Für unser erstes internationales Auftreten wählten wir die vom Briten John Mangoletsi gemanagte „FIA Sportscar Championship“ , eine internationale Langstreckenrennserie für SR1 und SR2 Rennprototypen. Die große SR1 Klasse war den werksunterstützten Teams vorbehalten, die kleinere SR2 Klasse mit 3l V6 Motoren war ideal für Kundenteams. In der SR2 Kategorie fuhren hauptsächlich britische Lola und Pilbeam – Nissan gegen italienische Lucchini und Tampolli Alfa Romeo. Wir entschieden uns für den Ankauf eines nagelneuen Tampolli Alfa Romeo SR2, der bei Tampolli Engineering nahe Florenz gebaut und vom Ferrari Ingenieur Tommaini konstruiert wurde.

Aufgrund von Lieferverzögerungen wurde unser neuer Renner so spät fertig, dass wir direkt von der Abholung bei Tampolli nach Barcelona zum ersten Sportscar Rennen fahren mussten. Doch bereits beim ersten freien Training wurde Manfred Jurasz in unserem Auto nach wenigen Runden von einem SR1 berührt, verlor die Kontrolle über den Tampolli und krachte schleudernd mehrmals in die Boxenmauer! Entsetzt mussten wir mitansehen, wie unser flammneues Rennauto nach wenigen Einsatzminuten heftig beschädigt wurde. Gottlob Rennkasko versichert, kam unser Unfallauto direkt zum Hersteller zurück zum Neuaufbau!

Nach diesem dramatischem Start kamen wir mit unseren, international doch relativ unerfahrenen Piloten überraschend mit konstanten Top 6 Platzierungen bei den Rennen in Spa, Brünn und am Nürburgring zu unerwartet hohen Punktegewinnen!

Die Hauptpiloten des Renauer Tampolli 2001 waren neben dem Wiener „Racing Evergreen“ Manfred Jurasz, der St. Pöltner Hannes Gsell, der Waldviertler Gottfried Cepin, der Tscheche Petr Valek sowie gelegentlich auch der deutsche Rennprofi Wolfgang Kaufmann. Dieser sorgte in Magny Cours beim WM-Lauf für ein weiteres Highlight und Drama zugleich, als er sensationell mit unserem Tampolli auf Platz 2 fuhr bis ein Abreißvisier die Luftzufuhr zum Kühler verstopfte und der Alfa Romeo Motor seinen Dienst quittierte!

Zum Saisonabschluss 2001 gab es noch ein versöhnliches Riesen- Highlight mit unserem Tampolli: Hannes Gsell, Gottfried Cepin sowie Lokalmatador Petr Valek gewannen mit Riesenvorsprung das internationale Langstreckenrennen, „Epilog 6 Stunden von Brünn“! 2002 mussten wir aus Budgetgründen die internationalen FIA -Rennen meiden, konnten uns aber über weitere Siege bei Langstreckenrennen in Brünn freuen.

Ende 2002 gab es technische Änderungen bei den offenen Sportwagen und es entstanden neue Rennserien. Tampolli Engineering adaptierte unser Auto 2003 für das damals neue LMP675 Reglement. Hochmotiviert nahmen wir 2004 mit unserem umgebauten LMP675 Tampolli an der neuen European Le Mans Serie am Nürburgring teil. Nach problemlosem Training fuhr Startfahrer Hannes Gsell die warm up Runde zur Startaufstellung, konnte aber aufgrund eines Kupplungsfehlers, verursacht durch einen Montagefehler, nicht starten! Nach diesem neuerlichen Drama musste ein Highlight folgen! Beim ersten und einzigen Interserie Endurance Rennen am Eurospeedway Lausitzring konnte Manfred Jurasz von der Pole Position starten und gemeinsam mit Petr Valek einen ungefährdeten Sieg mit unserem Tampolli LMP675 einfahren!

Teamchef Sepp Renauer: Ich erinnere mich mit sehr gemischten Gefühlen an diese Zeit. Der Tampolli Alfa Romeo war/ist ein wunderschönes, konkurrenzfähiges Rennfahrzeug, Tampolli Engineering unterstützte uns sehr freundschaftlich, alle Fahrer und Techniker versuchten ihr Bestes zu geben, wir hatten aber ganz einfach zu wenig finanzielle Mittel und zu viel Pech um dieses sehr hochwertige Projekt auf Dauer professionell durchführen zu können.

 

Teil 4: 2002 – 2003
Renauer Motorsport beim Formel-Nachwuchs Formel Renault Italien und Schweiz

Zusätzlich zu den Tampolli-Einsätzen leiteten wir 2002-2003 ein sehr anspruchsvolles und interessantes Nachwuchsprojekt für ein junges, russisches Brüderpaar. Renauer Motorsport übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe, die Brüder Tim und Eddy Revazov (damals 17 bzw. 15 Jahre), beide ohne jegliche motorsportliche Vorkenntnisse zu „richtigen Rennfahrern“ auszubilden!

Wir entschieden uns damals für die Verwendung von modernen Formel Renault Rennwagen, die ehrgeizige Zielsetzung war eine erfolgreiche Teilnahme an den damals hochkarätigen Schweizer und Italienischen Formel Renault Meisterschaften. Die Formel Renault war damals das Sprungbrett zum Profifahrer und dementsprechend stark besetzt.

Unsere Fahrer traten ua. gegen die F1 Fahrer Romain Grosjean, Pastor Maldonado, Robert Kubica, Vitaly Petrov an, kämpften mit dem 3-fachen Tourenwagenweltmeister Jose Maria Lopez oder mit den heutigen Ferrari GT-Werksfahrern Toni Wilander, Allesandro Pier Guidi und Matteo Cressoni.

2002 diente zur Vorbereitung, zum Testen und für die Teilnahme an ersten Rennen. Als Fahrertrainer war 2002 auch Hannes Gsell im Formel Renault Einsatz.

2003 zeigten unsere russischen Brüder, dass sie bereits große Fortschritte gemacht hatten und kämpften auf Augenhöhe mit den späteren F1-Fahrern Maldonado und Petrov im guten Mittelfeld der starken italienischen Meisterschaft. Erste Podiumsplatzierungen gab es bereits für Tim Revazov in der Schweizer Meisterschaft auf seiner Lieblingsrennstrecke, dem A1-Ring. Beide waren auf dem Weg zu einer hoffnungsvollen Motorsportkarriere, als sie leider Ende 2003 aus privaten Gründen ihre Racing Aktivitäten beenden mussten. Nach diesem kurzen aber intensiven Formelauftritt dachten wir erstmals über den Einsatz von Rennautos „mit Dach“ nach!

 

Teil 5: 2004 – 2010
Renauer Motorsport mit Porsche im GT-Sport

Auf Empfehlung des Manfred Jurasz kaufte Renauer Motorsport im Herbst 2004 bei Freisinger Motorsport (damals werksunterstütztes Porscheteam) einen Porsche 996 GT3 RS nach dem Reglement für die FIA-GT2. Der deutsche Profifahrer Wolfgang Kaufmann war zur Porschezeit in unserem Team für die „fahrerische Benchmark“ verantwortlich. Rund um ihn bauten wir mit Manfred Jurasz, Petr Valek, und tlw. mit Hans Knauß ein homogenes Langstreckenteam auf. Erste Erfolge stellten sich sofort in der int. CZ-Langstreckenmeisterschaft mit Podiumsplätzen ein, geschlagen nur von den übermächtigen DTMMercedes des Charouz Teams!

2005 schnupperten wir erstmals in die FIA-GT2 Meisterschaft und konnten mit dem 2.Platz in Brünn unser sensationelles Highlight abliefern. Motiviert von diesen Erfolgen setzten wir 2006 tlw. 2 Porsche in der int. FIA-GT2 Meisterschaft ein. Dabei kam auch der österreichische Skistar Hans Knauß zu seinen ersten GTRennen und Erfolgen! Mit Kaufmann, Moro, Jurasz und O`Young waren wir bei den 24h von Spa 2006 bis zur 14. Rennstunde bestplatzierter Porsche, dachten bereits an ein weiteres Highlight, bis wir abrupt durch einen Antriebsschaden aus allen Träumen gerissen wurden!

Ende 2006 beendete Manfred Jurasz seine lange, erfolgreiche Rennkarriere und fuhr gemeinsam mit Hans Knauß noch auf einen Spitzenplatz beim Brünner Herbstpreis! Ebenfalls mit unserem Porsche fuhr 2007 Alexander Talkanitsa gemeinsam mit Wolfgang Kaufmann seine erste, erfolgreiche Rennsaison in der CZ-Endurance. Nach dieser letzten, vollen Saison wurde dem Porsche 996 GT3 RS, unserem bislang erfolgreichsten Rennauto eine „Verschnaufpause“ bis 2009 gegönnt.

Dann nämlich fuhr Florian Renauer im Alter von 16 Jahren am Pannoniaring mit dem RS sein erstes Autorennen und kam in diesem FIA-CEZ Rennen auf den ausgezeichneten 4. Platz! Ein letztes Highlight für unseren erfolgreichen 911er setzte ebenfalls Florian 2010 beim Porsche Alpenpokal in Brünn mit 2 überlegenen Gesamtsiegen!

Fazit von Sepp Renauer: „Unsere Porsche Jahre sind mir sehr positiv und erfolgreich in Erinnerung geblieben, der Porsche Support bei internationalen Rennen war großartig! Leider sind die GT- Modelle nach dem 996 empfindlich teurer geworden, ebenso die Einsatzkosten für die Rennen, sodass es für Privatteams immer schwieriger wurde, die nötigen, finanziellen Mittel aufzutreiben!“

 

Teil 6: 2008 – 2009
Renauer Motorsport als Einsatzteam für die AT-Racing Corvette

2007 fuhr Alexander Talkanitsa seine 1. Rennsaison bei Renauer Motorsport mit dem Porsche GT3 RS. Danach kaufte Alexander eine Corvette C5R GT1 und nahm 2008 gemeinsam mit Wolfgang Kaufmann am FIA-GT Citation Cup teil. Dazu gründete er AT-Racing, Renauer Motorsport leitete die Renneinsätze für die AT-Racing Corvette. Es war ein sehr erfolgreiches Jahr, denn Alexander und Wolfgang gewannen überlegen die Citation Cup Wertung für Privatfahrer!

2009 fuhr Alexander jun. seine 1. Rennsaison mit der AT-Racing Corvette und bestritt gemeinsam mit seinem Vater die FIA-CEZ Langstreckenmeisterschaft. Renauer Motorsport war wieder für die Renneinsätze der C5R verantwortlich. Vater und Sohn Talkanitsa waren sehr ehrgeizig, machten große Fortschritte und konnten zum Saisonabschluss 2009 als besonderes Highlight den Gesamtsieg beim 6-Stundenrennen Epilog von Brünn erringen! Nach diesem Erfolg wurde die damals bereits 8 Jahre alte Corvette C5R stillgelegt.

Sepp Renauer: Die Betreuung der AT-Racing Corvette war eine besondere Herausforderung für uns, wir machten uns erstmals mit der amerikanischen Sportwagentechnik vertraut und waren von der USRenntechnik sowie dem US-Technik Support sehr positiv überrascht!

 

Teil 7: 2010 – 2013
GT4 Juniorprogramm mit Ginetta

Gewarnt durch ständige Welt- Krisengefahren, wie Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Eurokrise, Staatsschuldenkrise einerseits sowie die ständig steigenden Kosten im Motorsport andererseits, richteten wir unseren Fokus ab 2010 auf kostengünstigere, dabei aber möglichst hochwertige Rennserien aus! Rasch entschieden wir uns für das SRO-GT4 Rennprogramm sowie Ginetta Cars als Fahrzeugpartner. Ginetta hatte mit dem G50 GT4 ein sehr preisgünstiges und seit 2008 konkurrenzfähiges Fahrzeug im Programm.

2010 hatten wir ein absolutes Minibudget – der 17jährige Florian Renauer fuhr trotzdem mit unserer neuen Ginetta in der ungarischen GT-Meisterschaft -3,5l zum überlegenen Meistertitel und kämpfte dabei ständig gegen wesentlich PS-stärkere Gegner.

Unser erfolgreiches Einstiegsjahr mit Ginetta konnten wir noch mit einem überlegenen Klassensieg beim 6h-Rennen in Misano und mit Platz 3 beim 6h-Rennen in Vallelunga feiern!

Ermutigt durch diese Erfolge starteten wir 2012 mit 2 Ginetta`s und den beiden Junioren Michael Dräbing jun. sowie Florian Renauer im GT4-Eurocup. 2012 kamen jedoch viele neue GT4 – Modelle von Aston Martin, BMW, Lotus, Corvette und Camaro zum Einsatz, wodurch unsere Ginetta G50 mit dem 3,5l Motor etwas ins Hintertreffen gerieten. Beide Fahrer gaben ihr Bestes, mehr als gute Mittelfeld Platzierungen waren jedoch nicht möglich.

2013 nahmen wir am Ginetta G50 Cup, organisiert vom italienischen Ginetta Importeur teil. Als Fahrer standen Florian Renauer, damals europaweit einer der schnellsten Ginetta-Fahrer sowie „Renauer Motorsport Dauerbrenner“ Hannes Gsell zur Verfügung. Eine sehr gute Fahrerkombination, denn es gab einige Podestplätze zu feiern und mit dem Sieg von Florian beim Heimrennen am Red Bull Ring ein besonderes Highlight.

Teamchef Sepp Renauer: die Ginetta G50 GT4 war definitiv das kosteneffizienteste GT-Auto, besonders auf kurvenreichen Strecken hatten die Fahrer mit dem hervorragend ausbalancierten GT-Auto ihre Freude! Leider machten die hohen Transport-u. Reisekosten beim GT4-Eurocup die niedrigen „running costs“ der Ginetta wieder zunichte. Nach diesen, durchaus erfolgreichen GT4-Jahren standen wir vor der Entscheidung mit einem neuen Auto weiterhin GT4-Meisterschaft zu fahren oder ein vollkommen neues Motorsportprogramm zu starten!

 

Teil 7: 2014 – heute
NASCAR WHELEN EURO SERIES - NWES

Ende 2013 waren wir auf der Suche nach einer internationalen Rennserie mit großer Werbewirksamkeit, hohem fahrerischem Niveau, großem Zuschauerinteresse und finanzieller Ausgewogenheit! Keine leichte Aufgabe….Die NASCAR Whelen Euro Series NWES schien unseren Anforderungen am ehesten zu entsprechen! Als dann noch mit Dominic Tiroch der erste Fahrer noch dazu mit Sponsor bei uns anklopfte und nach einem technischen Support für die NWES fragte, war unsere Entscheidung nicht mehr schwierig! Bereits im Jänner 2014 bauten wir in Frankreich unser erstes Euro-NASCAR auf. Mit der Fa. Dexwet International AG konnten wir speziell für unsere Euro-NASCAR Einsätze eine längerfristige Partnerschaft beschließen, wodurch die NWES Rennen von 2014 und 2015 budgetmäßig bereits einigermaßen abgesichert waren.

Dadurch konnten wir schon in unserer ersten NWES Saison mit Philipp Lietz den ersten Sieg und Rookietitel erreichen, Dominic Tiroch konnte in der Challengertrophy überzeugen und außerdem konnten wir in unserer Debutsaison den ausgezeichneten vierten Platz in der Teamwertung feiern!

Unsere 2. NWES Saison starteten wir dank Partner Dexwet wieder mit 2 Rookies, nämlich Florian Renauer und Martin Doubek. Florian konnte speziell mit seinem enormen Speed überzeugen, wurde daher auch mit dem Pole Position Award ausgezeichnet, konnte bereits an seinem 2. NWES Weekend in Brands Hatch ein Rennen gewinnen und beendete die Saison 2015 in allen Wertungen im Spitzenfeld! Martin hatte anfangs etwas Mühe mit dem US-Monster, konnte sich aber kontinuierlich steigern und schloss seine erste NWES Saison in Zolder mit einer Topplatzierung ab. Als Sahnehäubchen für diese großartige Saison gab es für unser Team noch den sensationellen Vizemeistertitel in der Teamwertung!

Aufgrund nötiger Einsparungsmaßnahmen bei unserem Partner verlief die NWES Saison 2016 für uns sehr schwierig, Florian Renauer musste budgetbedingt bereits nach dem 3. Rennen vom Fahrer zum Crewchief wechseln. Trotzdem gab es für uns auch Lichtblicke! Der junge Tscheche Martin Doubek entwickelte sich immer mehr zum Topfahrer in der Elite 2 Division und konnte in Adria und Zolder bereits auf das Podium. Auch Neuzugang Peter Gross durfte am Adria Raceway bei seinem 2. NWES Weekend bereits das Podium aufsuchen! Zusätzlich fuhren wir mit unseren Euro-NASCAR`s einige Einstundenrennen im Rahmen des HCA, wobei erfahrene NASCAR-Fahrer gemeinsam mit NASCAR-Rookies erfolgreich waren!

Fazit von Teamchef Sepp Renauer: Unsere Entscheidung von Ende 2013 für die NWES war definitiv richtig, die NWES ist dank der Unterstützung der übermächtigen US-NASCAR eine der aufstrebenden Rennserien in Europa! Die NWES bietet ihrer ständig wachsenden Fangemeinde immer spannende, kampfbetonte Rennen; den größten Anteil an Sieg oder Niederlage hat der Fahrer und nicht die Technik! Es gibt weltweite TV-Verträge und die Saisonbudgets sind für eine europaweite Rennserie immer noch sehr überschaubar. Dass die günstigen „running costs“ der Euro-NASCAR`s durch sehr hohe Transport- u. Reisekosten zunichte gemacht werden, kann man als Wermutstropfen bezeichnen, ebenfalls die Tatsache, dass unser Team bereits seit 2014 auf ein Heimrennen am Red Bull Ring warten muss!

Wir sind nun am Ende unserer kleinen Zeitreise durch die letzten 20 Jahre angekommen! Bevor wir wieder in das aktuelle Racing 2017 einsteigen, möchte ich mich bei allen Beteiligten an unserer erfolgreichen Renn-History herzlichst für ihren Einsatz bedanken, allen voran bei den Fahrern, Sponsoren, Unterstützern, Partnern, Technikern, Mechanikern, Presseleuten, Fotographen, Truckies, Helfern und last but not least bei meiner „rennverrückten“ Familie!